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Grundsteuer in Europa

Grundsteuer in Europa

Die Mitgliedschaft in der EU und die Verpflichtung, ihre Anforderungen zu erfüllen, sind einer der Impulse für Steuerreformen in jedem Mitgliedstaat. Die europäischen Länder nutzen den EU-Mitgliedsstatus und die Eurozone als Gründe für die Umgestaltung ihrer Steuersysteme. Die von den EU-Bürgern durchschnittlich gezahlten Grundsteuern betragen 100 bis 400 Euro pro Jahr.

Fast in allen EU-Ländern zahlt fast jeder Immobilienbesitzer eine Grundsteuer, die nach drei Hauptansätzen berechnet wird:

  • Progressive Steuersätze – anteilig zum Immobilienwert.
  • Die Steuersätze hängen von der Gesamtfläche der Immobilie ab.
  • Der Steuersatz ist fest und wird von der Gemeinde festgelegt.

Die Grundsteuer in den Transformationsländern Mittel- und Osteuropas macht nur 1% ihres BIP aus.

Die niedrigste Grundsteuer aller europäischen Länder wird in Luxemburg in Prozent des privaten Grundkapitals erhoben und beträgt 0,05%. Die anderen Länder mit niedrigen Grundsteuersätzen sind die Schweiz mit 0,11% und Österreich mit 0,13%. Großbritannien, Frankreich und Polen hingegen sind Länder mit den höchsten Grundsteuersätzen, nämlich 2,53%, 1,7% bzw. 1,61%. Dabei erheben Irland und Malta überhaupt keine Grundsteuer. Zypern und Ungarn erheben unter bestimmten Umständen keine Grundsteuer. In Zypern beispielsweise unterliegt der Eigentümer von Immobilien mit einem Wert von weniger als 120.000,00 EUR nicht der Grundsteuer, und in Ungarn kann man aufgrund einer besonderen Entscheidung der Gemeinde von der Grundsteuer befreit sein.

Das einzige Land in Europa, das nur den Wert von Grundstücken besteuert, ausgenommen den Wert von Gebäuden und Bauwerken auf diesem Grundstück, ist Estland, das es zum Land mit der effizientesten Grundsteuer macht.